Inspiration der Woche
Auf dem eigenen Weg
Ich wollte Inliner fahren lernen und belegte einen Kurs. Theo war ein großartiger Lehrer. Gleich zu Beginn sagte er etwas, das mir bis heute geblieben ist: Wenn jemand eine Pause machen möchte, braucht er sich nicht zu erklären. Er kann einfach eine Pause machen.
Dann begannen wir mit dem Unterricht. Theo erklärte uns die Übungen, und wir probierten sie aus. Ich hatte weder Erfahrung noch Kondition und machte schon nach recht kurzer Zeit meine erste Pause. Nach und nach brauchten auch die anderen Teilnehmer ihre Pausen. Niemand brauchte sich dafür zu rechtfertigen. Wir machten einfach weiter, wenn wir wieder bereit waren.
Mit der Zeit ging es leichter. Die Übungen klappten immer besser und auch unsere Kondition wuchs. Wir lernten, wann wir die nächste Übung ausprobieren konnten – und wann eine Pause gut für uns war.
Am Ende des Kurses hatte ich tatsächlich das Inlinerfahren gelernt. Und Theo schrieb mir später sogar, ich hätte erstaunliche Fortschritte gemacht.
Ich dachte darüber nach, wie viel ich ihm und auch meinem eigenen Mut verdanke, meine Pausen wirklich zu machen.
Das möchte ich gern an dich weitergeben. Du brauchst nicht alles auf einmal zu können. Du brauchst auch nicht den ganzen Weg zu überblicken, bevor du anfängst.
Ein Kind lernt laufen, indem es einen Schritt nach dem anderen macht. Es lernt sprechen, indem es Wörter und Sätze ausprobiert. Wir essen ein Brot nicht auf einmal, sondern Stück für Stück. Und manchmal besteht der nächste richtige Schritt eben darin, kurz stehenzubleiben und neue Kraft zu sammeln.
Eine Pause ist kein Aufgeben.
Manchmal ist sie genau das, was wir brauchen, damit wir anschließend den nächsten kleinen Schritt wagen können.
Du brauchst nicht zu wissen, wie weit du kommst. Du brauchst auch nicht so schnell zu sein wie andere. Jeder Mensch hat sein eigenes Tempo, seine eigenen Kräfte und seinen eigenen Rhythmus.
Es geht nicht darum, möglichst schnell ans Ziel zu kommen. Es geht darum, überhaupt loszugehen – in unserem eigenen Tempo, mit unseren eigenen Pausen und mit dem Vertrauen, dass wir unterwegs auch lernen werden, was wir für den nächsten Schritt brauchen.
Und wenn du gerade noch zögerst, weil der Weg vor dir so groß erscheint, dann reicht vielleicht ein ganz kleiner Anfang. Ein erstes Stück. Ein Versuch.
Du brauchst noch nicht zu wissen, wie der ganze Weg aussieht.
Es reicht, wenn du heute einfach anfängst. Mit dem ersten kleinen Schritt. Und wenn du danach eine Pause brauchst, dann darf auch das sein.
Denn manchmal entsteht der Weg erst, während wir ihn gehen.
Hab einen schönen Tag!
20260920
Bei der Erstellung dieses Textes wurde ChatGPT als unterstützendes Werkzeug eingesetzt. Die finale inhaltliche Prüfung, Bearbeitung und Freigabe erfolgte durch mich.
Das Bild ist von mir privat.
